„Topguns“ treffen sich in Strem

Am 06.10.2012 kam es zu einer überraschenden Einberufung der „Topguns“ des PSV Bgld beim „Szeper Teich“ in Strem. Trotz der kurzfristigen Nennung gaben hochkarätige Kaliber ihr Kommen bekannt. Dies wiederum schreckte vermutlich vereinzelte Teilnehmer wie Christopher und Wolfgang MARX, Hannes NOVAK, Alex STILLER & Co ab, welche durchsichtige Ausreden wie „wichtige Familienfeiern“ oder „plötzliche gesundheitliche Gründe“ als Motiv für ihr Nichtantreten angeben.

Um 08.30Uhr trafen elf hochmotivierte Fischerkollegen am idyllisch gelegenen Teich ein. Bei „Postkartenwetter“ – Sonnenschein, Windstille, angenehmen Temperaturen – gab es bei Leberkässemmeln und Kaffee noch die letzte Besprechung. Erstmals gab es bei der Wertung drei Kategorien:

1. Einzelwertung

2. größter Fisch und

3. Teamwertung: Mannschaft „Nord“ gegen Mannschaft „Süd“. Kurioserweise

wurden die Plätze auf der „Südseite“ von den Routiniers, um nicht Oldtimer

zu sagen, gezogen. Mit Poldi HAJNY, Eberhard AMON, Schautzi (von Frauen auch

„Schatzi“ genannt) Michl KUCHER sowie Didi HAJNY war der Sieg in der

Mannschaftswertung wahrscheinlich schon im Vorhinein vergeben.

Nachdem um 09.30 Uhr der Startruf durch KUCHER Michl erfolgte, zappelte bereits um 09.30 Uhr und 26 Sekunden der erste Karpfen an der Angel von Pauli STILLER, einem der Geheimfavoriten. Nach kurzem Drill glitt ein schöner „Schuppi“ über die Kante in seinen Setzkescher. Auch „Südländer“ Fritzi MUHR (zog wie gehabt einen Spitzen-Platz) ließ gleich in der Anfangsphase mit einigen kapitalen Fischen aufhorchen. Doch diesmal ging es nicht in gewohnter Manier weiter, sondern es kam nur vereinzelt zu Bissen. Wiegemeister Florian TAKER kam nur selten zum Einsatz. Profis wie Hans SPRINGSITS (2,08 kg), Rudi SCHAUTZ (1,15 kg) und Eberhard AMON (1,08) wurden am Vormittag ihre Grenzen aufgezeigt. Eberhard überlegte bereits die Rute gegen Pfeil und Langbogen zu tauschen um mehr Treffer (Fische) zu landen. Manfred AUER, Poldi und Didi HAJNY konnten die Siegerplätze der letzten Jahre nicht ausnutzen. So war es die Jugend wie Marco STILLER, Pauli STILLER und Franz TAKER, welche vereinzelt Karpfen hakten. Zur Pause lag Pauli STILLER mit 18,39 kg vor seinem Sohn Marco in Führung. Jetzt werden sich einige Leser fragen, wie es TOP-Favoriten Michl KUCHER bis zur Pause gegangen ist? – dieser hatte, wie er es gewohnt ist, nur „Kleine am Haken“ oder ein unschönes Wort aus seinem Mund unterbracht die sonst so harmonische Ruhe, wenn er einen Anhieb verschlug – und das waren viele !!! (Platz 8 zur Pause).

Für das leibliche Wohl am Teich sorgte diesmal Nina TAKER. Gulaschsuppe mit scharfen Peperoni und Bier sollten die Fischer noch einmal so richtig wachrütteln. Analysen mit den dazugehörigen fast unlösbaren Lösungen prägten das Mittagsgespräch. Um 13.00 Uhr ging es in die zweite Halbzeit.

 

Und wieder war es Pauli STILLER, der den ersten Karpfen bereits nach wenigen Sekunden landen konnte. Immer öfters wurden jetzt die Schwimmer unter die Wasseroberfläche gezogen – Rute und Rolle endlich bis aufs Äußerste beansprucht. Die nun bissfreudigeren Fische und ca. 25 Grad (!!!) brachten Eberhard und Poldi derart ins Schwitzen, dass sie ihren Oberkörper bis zum Unterlaibchen entblößten – zum Leidwesen der anderen Fischer. Hatte Fritzi MUHR am Vormittag mit 5,97 kg noch den größten Fisch gefangen und sich in der Gesamtwertung einen Platz auf dem Podest ausgerechnet, erkannte er bereits nach einiger Zeit die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens. Immer näher kamen nun die anderen Teilnehmer an ihn heran, so dass er nach einer Stunde w.o. gab und ganz plötzlich auf eine „Geburtstagsfeier“ musste. Wie jedes Jahr kam auch heuer wieder ein Fischer zu Fall. Diesmal verlor Johann SPRINGSITS die Kontrolle über seinen Körper und landete unsanft auf seinen Rücken. Die „böse Zunge“  von Michl KUCHER  behauptete, dass der Hans dagelegen ist, wie eine „zbragte Grout“. Probleme der anderen Art hatte der halbzeitführende Pauli STILLER. Auf Grund seines hohen Anfangstempos kam es bei ihm zu erheblichen Konzentrationsschwächen. Mit 27,22 kg reichte es am Ende nur mehr für Platz 4. Geschlagen von seinem erst 14-jährigem (!) Sohn Marco mit 27,57 kg, also um ganze 35 dag. Nachdem sich „Fast-Hausherr“ Franz TAKER am Vormittag höflichkeitshalber noch zurückgehalten hatte, zeigte er am Nachmittag sein wahres Können. Obwohl er einen kapitalen Karpfen (vermutlich über 10 kg) „verloren“ hatte, belegte er mit 30,64 kg noch den zweiten Platz. Ein TOP-Sitzplatz und die Höchstform bescherten Oberkommissar Manfred „Kojak“ AUER schließlich einen knappen, aber verdienten Tagessieg (33,62 kg).

Trotz furchtbarem Fangergebnis gab es für Michl KUCHER einen versöhnlichen Abschluss – mit 4,06 kg: Platz 3 in der Wertung „größter Fisch“. Einen Karpfen mit 4,84 kg brachte Poldi HAJNY den zweiten Platz ein. Sieger – Fritz MUHR mit einem 5,97 kg schweren Schuppi.

In der Mannschaftwertung lag Team „Nord“ mit 24,40 kg pro Fischer ganz klar vor Team „Süd“ mit 18,01 kg  pro Teilnehmer.

Insgesamt wurden von allen 11 Wettkämpfern 236,46 kg gefangen – das ergibt einen Durchschnitt von 21,50 kg!!!!!

Einen besonderen Dank geht wieder einmal an Fritz SZEP, der die Durchführung des Fischens ermöglichte. Im Jahr 2013 ist wieder ein Treffen geplant, bei dem das derzeit bestehende Rekordgewicht von über 400kg (gefangen von 11Fischer) überboten werden soll!!!

Einzelfischen:

  1.  Auer Manfred                       33,62 kg
  2.  Taker Franz                         30,64 kg
  3.  Stiller Marco                        27,57 kg
  4.  Stiller Pauli                           27,22 kg
  5.  Hanjy Poldi                           26,54 kg
  6.  Muhr Fritz                             20,26 kg
  7.  Kucher Michl                        16,34 kg
  8.  Hajny Didi                            15,38 kg
  9.  Schautz Rudi                       11,24 kg
  10. 10.  Amon Eberhard          10,47 kg
  11. 11.  Springsits Hans            7,08 kg

 

Schwerster Fisch:

  1. Muhr Fritz                  5,97 kg
  2. Hajny Poldi                4,84 kg
  3. Kucher Michl             4,06 kg

 

Mannschaft:

  1. Team Nord                Durchschnitt              24,40 kg
  2. Team Süd                 Durchschnitt              18,01 kg

 

Petri Heil     Franz Taker

PS: Übrigens „Zbragte grout“ bedeutet so viel wie zerdrückte Kröte    J

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.